Vision

Was wäre, wenn es einen Ort im Internet gäbe, an dem Patientinnen und Patienten vor Desinformation sicher sind und an dem der Schutz persönlicher Gesundheitsdaten respektiert wird? Wie wäre es, nur noch die passende Information zum richtigen Zeitpunkt zu erhalten ohne überhaupt danach zu suchen?

Im Projekt „Trusted Health Ecosystems“ zeichnen wir den Weg einer Plattformstrategie für das Gesundheitswesen vor und entwickeln eine konkrete Produktvision für eine nationale Gesundheitsplattform. Unserem Zielbild einer vertrauenswürdigen Informationsarchitektur folgend, haben wir einen Kernservice skizziert, der Patientinnen und Patienten im Umgang mit Informationen spürbar entlasten und so großen Nutzen erzeugen könnte.

Unser Zielbild

Unsere Produktvision einer nationalen Gesundheitsplattform wird getragen von der Idee einer vertrauenswürdigen Informationsarchitektur im Gesundheitswesen. Die Anonymität des digitalen Raums, Sicherheitsrisiken, „halluzinierende“ Sprachmodelle und die Verbreitung von Fehlinformationen haben das Vertrauen in die Verlässlichkeit digitaler Systeme erschüttert. Deshalb ist es umso wichtiger, Vertrauensräume zu schaffen, in denen verlässliche Informationen angeboten und die Privatsphäre respektiert wird. Die Beiträge in diesem Abschnitt erläutern, wie Vertrauen in digitale Systeme entstehen kann und welchen Prämissen, Werte und Zielbilder bei der Entwicklung dieses Konzepts maßgeblich waren.

Vertrauen in digitale Systeme

Hinter unserer Vision einer nationalen Gesundheitsplattform steht ein übergeordneter Wert: Vertrauen. Datenmissbrauch, intransparente Algorithmen, die Zunahme von Cyberangriffen, Desinformation und die ungeklärte Frage, wie digitale Welten reguliert und kontrolliert werden sollten, lassen eine tiefgreifende Vertrauenskrise entstehen, die das Fundament unserer Gesellschaft in vielen Lebensbereichen erschüttert. Das Vertrauen in digitale Ökosysteme spielt jedoch eine entscheidende Rolle für deren erfolgreiche Gestaltung und langfristige Existenz.

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Eckpunkte und Prämissen

Im Zentrum unserer Vision stehen die Patientinnen und Patienten und all jene, die das Gesundheitssystem nutzen. Im Zuge der digitalen Transformation und des biotechnologischen Fortschritts werden sie mit immer mehr Behandlungsoptionen, einem wachsenden Informationsangebot und einer großen Akteursvielfalt konfrontiert. Auch global agierende Tech-Unternehmen drängen mit neuen Gesundheitsplattformen in den Gesundheitsmarkt.

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Patienteninformationspfade

Der Erwerb neuen Wissens ist ein komplexer Prozess und nur ein kleiner Teil der Informationen, die täglich auf uns einströmen, wird tatsächlich verarbeitet und erinnert. Auf ihrem Weg durch das Gesundheitssystem müssen Patientinnen und Patienten eine Unmenge von Informationen aus ganz unterschiedlichen Quellen filtern, verarbeiten, einordnen und bewerten. Dabei verändert sich der Informationsbedarf im Zeit- und Behandlungsverlauf. Wir haben ein neues Format entwickelt, das Informationsvermittlung in einen Prozess einbettet und dabei individuelle Kontextfaktoren berücksichtigt: Patienteninformationspfade. Drei vertiefende Texte zur Modellierung solcher Pfade veranschaulichen, wie sie systematisch konzipiert, strukturiert und in bestehende Ökosysteme integriert werden können.

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Pfadmodellierung: Kontextinformationen stiften schnellen Nutzen

Nur wenn auf der nationalen Gesundheitsplattform der aktuelle Kontext von Patientinnen und Patienten genau bekannt ist, können diese auf der Plattform in ihrem Krankheitsverlauf optimal unterstützt werden. Dieser Beitrag zeigt, wie es gelingen kann, auch schon ohne vollautomatische Erkennung von Kontextinformationen bereits einen spürbaren Nutzen zu stiften. Dies eröffnet die Möglichkeit, die Gesundheitsplattform zeitnah in einer ersten Ausbaustufe zu verwirklichen und schnell einen echten Mehrwert zu stiften. Die nationale Gesundheitsplattform bietet bereits ab dem Start einen erheblichen Nutzen für Patientinnen und Patienten.

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Pfadmodellierung: Aufgaben, Rollen und Zusammenarbeit

Die im Projekt Trusted Health Ecoystems (THE) entwickelte Vision einer nationalen Gesundheitsplattform sieht ein besonders nutzerfreundliches Vermittlungskonzept vor: Informationen werden je nach situativer Relevanz im Zeitverlauf angeboten. Die Grundlage dieser Informationspfade bilden indikationsspezifische Pfadmodelle. Deren Modellierung beinhaltet mehrere Arbeitsschritte und erfordert das Zusammenwirken unterschiedlicher Fachdisziplinen und Expertinnen und Experten.

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Pfadmodellierung: Grundlagen

In unserer Vision bieten nationale Gesundheitsplattformen den Patientinnen und Patienten vertrauenswürdige Gesundheitsinformationen und -services, die optimal für die jeweils aktuelle gesundheitliche Situation ausgewählt und aufbereitet sind. Die Grundlage solcher Patienteninformationspfade bilden sogenannte Pfadmodelle. Dieser Beitrag beschreibt, wie indikationsspezifische Pfadmodelle gestaltet werden können und wie damit sichergestellt wird, dass alle ausgespielten Gesundheitsangebote inhaltlich und situativ relevant sind.

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Ohne Kontext ist alles nichts

Wer ärztliche Hilfe in Anspruch nimmt, muss meist viele Fragen zur Krankengeschichte beantworten. Ärztinnen und Ärzte stellen diese Fragen, um die Zahl der möglichen Diagnosen einzugrenzen. Diese sogenannte Anamnese ist ein fester Bestandteil der ärztlichen Diagnostik und die darin enthaltenen Kontextinformationen helfen, im nächsten Schritt die passende Behandlung zu finden. So lassen Kontextinformationen in den unterschiedlichsten Bereichen unseres Lebens Nutzen entstehen.

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Informationsvermittlung als Prozess begreifen

Viele Anbieter von Gesundheitsinformationen verfolgen gute Absichten. Sie möchten das Gesundheitsverhalten ihrer Adressaten positiv beeinflussen, Hilfestellung bei der Krankheitsbewältigung leisten oder Behandlungsentscheidungen unterstützen. Im digitalen Zeitalter verfehlen viele dieser Informationen jedoch das Nadelöhr der Aufmerksamkeit und verhallen wirkungslos in der ständig wachsenden Informationsflut.

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Der Prototyp

Um ein ganz konkretes Bild unserer Produktvision zu entwerfen, haben wir die Benutzeroberfläche für Patientinnen und Patienten prototypisch umgesetzt. Optisch ähnelt die Anwendung den großen sozialen Netzwerken, denn im Mittelpunkt steht ein sogenannter „Feed“, der sich nach und nach mit Informationen füllt. Hier werden relevante Informationen zum richtigen Zeitpunkt angeboten und mit passenden Services verknüpft. Dabei greift das System ausschließlich auf kuratierte Informationen zurück, reduziert Informationen auf das Wesentliche, bringt sie in eine zeitliche Reihenfolge und fokussiert auf den situativen Informationsbedarf der Patientinnen und Patienten.


Entdecken statt suchen: Prototyp für eine nationale Gesundheitsplattform

Der Kernservice der hier skizzierten nationalen Gesundheitsplattform besteht darin, personalisierte Informationspfade bereitzustellen, die dem sich wandelnden Informationsbedarf folgen und den Umgang mit Gesundheitsinformationen erheblich erleichtern könnten. Um unsere Idee zu illustrieren, haben wir ein prototypisches Design entwickelt, das zeigt, wie die nationale Gesundheitsplattform einmal aussehen könnte. Patientinnen und Patienten nutzen immer häufiger das Internet, um sich jenseits des traditionellen Gesundheitssystems zu informieren. Dabei greifen sie bislang vor allem auf die großen Suchmaschinen zurück.

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